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Überschuldung in Sicht – das können Sie tun

Mahnung eines Kredites

In Deutschland gibt es im Finanzierungsbereich derzeit eine etwas paradoxe Situation: Zum einen werden zahlreiche Darlehen zu einem äußerst günstigen Zinssatz vergeben, was unter anderem dazu führt, dass die monatliche Belastung in Form von Kreditraten im Durchschnitt betrachtet in den vergangenen Jahren deutlich gesunken ist. Zum anderen gibt es dennoch immer mehr Bundesbürger, die entweder überschuldet sind oder bei denen eine Überschuldung zumindest in naher Zukunft wahrscheinlich wird. Daher ist es durchaus wichtig zu wissen, was bei einer drohenden in Überschuldung zu tun ist und vor allem sollten die Bundesbürger darüber informiert werden, wie es erst gar nicht zu einer Überschuldung kommen muss.

Scheidung, Krankheit und Arbeitslosigkeit als Hauptgründe

Wenn man sich einmal anschaut, warum Verbraucher in Deutschland in die Überschuldung geraten, so gibt es verschiedene Hauptgründe, die in der Summe über 60 Prozent aller Ursachen für eine Überschuldung darstellen. Dazu gehören unter anderem vor allem die folgenden Gründe:

  • Scheidung
  • Arbeitslosigkeit
  • Krankheit
  • Berufsunfähigkeit
  • zu hohe Kreditbelastung

Manche dieser Punkte lassen sich sicherlich vermeiden, wie zum Beispiel zur Gesamtbelastung durch die Kreditraten. Andere Ursachen hingegen kann der Betroffene nur schwer oder gar nicht beeinflussen, wie zum Beispiel eine Scheidung oder eine längere Krankheit. Umso wichtiger ist es, geeignete Maßnahmen zu kennen, wie einer Überschuldung vorgebeugt werden kann oder was im Fall der Fälle zu tun ist, wenn man die drohende Überschuldung erkannt hat.

Finanziell absichern durch Versicherungen

Insbesondere die zwei Ursachen Berufsunfähigkeit und längere Arbeitsunfähigkeit lassen sich präventiv mit speziellen Versicherungen abdecken, sodass zumindest aus diesem Grund keine Überschuldung eintreten muss. Es handelt sich dabei zum einen um die Berufsunfähigkeitsversicherung, die eine Berufsunfähigkeitsrente auszahlt, wenn der Betroffene berufsunfähig oder erwerbsunfähig werden soll. Zum anderen gibt es über die Krankentagegeldversicherung die Möglichkeit, das gesetzliche Krankentagegeld zu ergänzen, sodass im optimalen Fall keine Differenz mehr zwischen vorherigem Einkommen und Gesamtzahlung des Krankengeldes entsteht. Aber auch zu hohe Darlehensbelastungen lassen sich vermeiden, indem beispielsweise bestehende Kredite mit hohen Zinsen gekündigt und durch neue günstigere Darlehen ersetzt werden.

Wie kann die drohende Überschuldung noch verhindert werden?

Eine Möglichkeit, eine drohende Überschuldung noch abzuwenden, ist die neue Sortierung der Kreditverbindlichkeiten. Dies ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn man als Grund für die drohende Überschuldung erkannt hat, dass in der Summe zu Darlehensraten gezahlt werden. Zu den weiteren häufigen Gründen einer drohenden Überschuldung gehören schlichtweg zu hohe monatliche Ausgaben. Hier lässt sich sicherlich am einfachsten regulieren, indem bestimmte Ausgaben reduziert oder gänzlich gestrichen werden. Dies ist somit unter mit kleineren Einschränkungen und Einschnitten verbunden, aber letztendlich haben zahlreiche Verbraucher so die Gelegenheit, ihre Kosten monatlich um bis zu 30 Prozent zu reduzieren. Sollte man mit der Abwendung der drohenden Überschuldung nicht alleine zurechtkommen, bietet es sich an, eine Schuldnerberatung aufzusuchen. Diese kann häufig dazu beitragen, dass die drohende Überschuldung noch abgewendet wird.

Bildquelle: #121435193 – © Stockfotos-MG – Fotolia.com (https://de.fotolia.com/id/121435193#)